Wir erkunden Scheidt mit dem Rollstuhl - Kl. 3.1

Am Donnerstag, den 9.7.2015 war ein Teil der Klasse 3.1 mit Rollstühlen unterwegs in Scheidt. Wir sind in Gruppen eingeteilt worden. Als erstes durfte ich in den Rollstuhl und von jemandem geschoben werden. Später wurde getauscht. Es gab viele Hindernisse: Mülltonnen, Bordsteine, Einfahrten, Treppen, Straßen, verdrehte Räder am Rollstuhl. Wenn man einen Bordstein hoch wollte, musste jemand anheben und der Rollstuhlfahrer mithelfen. Wir haben an einer Apotheke angehalten und gefragt, wie es denn ist, wenn man alleine wäre und mit dem Rollstuhl etwas kaufen muss. Sie sagten: "Hinten am Haus gibt es einen Aufzug. Wenn nicht, kann man am Fenster klopfen und dann kommt Hilfe."
Es war eine sehr interessante Erfahrung.                                                           (Fleur )

Wir sind zur evangelischen Kirche gegangen und haben geguckt, ob die Kirche barrierefrei ist. Dann sind wir zur "Brandstätter" gegangen und haben gefragt, wie Leute mit einem Rollstuhl was kaufen können, denn vor der Tür sind ja Treppen. Sie haben gesagt: "Die Leute rufen, dann kommen die Verkäufer raus und bringen ihnen die Sachen." Beim Bäcker war es genauso. Die Sparkasse hat daran gedacht, eine Rampe zu bauen, damit Rollstuhlfahrer rein können.
(Zeynam)

… Es standen ziemlich viele Mülltonnen im Weg. Da sind wir ziemlich schwer mit dem Rollstuhl durch gekommen. Ein Erwachsenenrollstuhl wäre dort nicht durchgekommen. Wir sind zur evangelischen Kirche gefahren (gelaufen). Wir haben dort einen Weg in die Kirche gesucht. Es gab auch einen Weg. Man musste außen rum.
… Nun sind wir zur Sparkasse gefahren. Dort haben Ronja und ich gefragt. Wir mussten an einer Klingel klingeln, um die Leute zu fragen. Als wir drinnen waren, haben wir eine Frau angesprochen. Sie kam mit uns raus und hat uns eine Rampe gezeigt. Und dort können Rollstuhlfahrer hoch. Alles war so tief, dass man es vom Rollstuhl aus anfassen und drücken konnte. Danach sind wir zum Bahnhof gefahren. Da konnte man nicht mit dem Rollstuhl hin. Und bald wollen wir einen Brief an die Bahn schreiben.
(Jonna)

Danach sind wir noch zur Bahn gegangen und haben festgestellt, dass Rollstuhlfahrer nicht Bahn fahren können, weil zu viele Treppen dort sind.      
(Beni)

Jeder von uns ist eine Weile lang im Rollstuhl geschoben worden. Als ich an der Reihe war, fand ich es zuerst cool, geschoben zu werden.
Aber, ich habe gemerkt, wie schwer es ist, auf Hilfe angewiesen zu sein.
Ich bin froh, dass ich laufen und z. B. Fußball spielen kann. Jeden Tag im Rollstuhl sitzen zu müssen, stelle ich mir schlimm vor.
(Elena)

Als ich im Rollstuhl saß, hat es die ersten paar Meter Spaß gemacht. Dann aber wurde es für mich immer unangenehmer auf den anderen angewiesen zu sein. Auch als ich Jonna geschoben habe, war es nicht gerade angenehmer, weil ich auf sie achten musste, dass nichts mit ihr passiert.
Die Hindernisse waren Autos, die zu weit auf dem Gehweg geparkt haben, Mülltonnen, die den Weg versperrten oder zu hohe Bordsteinkanten.
(Ronja)

 

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