Planung der Projektwoche 2007/2008

Die Idee zur Projektwoche Mobilität und Verkehr entstand schon sehr früh im Schuljahr, nachdem sich mehrere Eltern sowohl bei der Schulleitung als auch beim Schulverwaltungsamt über die Verkehrssituation an der Schule beschwert haben.

Besonders die Parksituation vor Schulbeginn und zu Schulschluss sei unzumutbar.

Eine Aufforderung im ersten Elterninfo, immer Rücksicht auf die zur Schule kommenden und von der Schule nach Hause zu Fuß gehenden Kinder zu nehmen und die Bitte sich doch immer an die Straßenverkehrsordnung zu halten, fruchteten nicht.

Auch der Appell, den Kindern ihren Schulweg zu lassen führte zu keiner Verbesserung.

Lehrer, Betreuer, Eltern und Schüler waren der Meinung, dass ein Umdenken nur durch überzeugende Aktionen erreicht werden kann.

In der Gesamt- und Schulkonferenz vom 13.02.2008 wurde dann das Thema der Projektwoche

„Mobilität und Verkehr"

einstimmig festgelegt.

Auch die zeitliche Planung wurde abgestimmt (13.05.08 – 16.05.08).

Es wurde ebenso beschlossen, dass die Ergebnisse der Projektwoche am Samstag, dem 17.05.2008 im Rahmen eines Schulfestes präsentiert werden sollen.

Am 11.03. fand ein Termin mit Herrn Gerhard Fischer vom VCD statt, zu dem alle Lehrer und Erzieher sowie alle Eltern eingeladen waren.

Herr Fischer stellte mögliche Projekte, gelungene Projekte, Themen und Einbeziehungsmöglichkeiten vor. Es ist ihm gelungen alle Anwesenden von der großen Wichtigkeit des Themas noch mehr

zu überzeugen und sie zu begeistern.

Auch die Literatur, die er zur Verfügung stellte, war hilfreich.

Die Schule bestellte für jeden Interessierten die entsprechende CD des VCD.

Am 22.04.2008 fand eine Gesamt- und Schulkonferenz mit dem Thema Projektwoche statt,.

In der Konferenz wurden die Aufgaben verteilt. An der Konferenz nahmen auch Herr Lindemann (unser Kontaktpolizist), Herr Fischer und Frau Albersberger von unserer zuständigen Polizeibehörde teil.

Sie sagten ihre Teilnahme an der gesamten Projektwoche zu und schlugen vor, in dieser Zeit einen Gurtschlitten zur Verfügung zu stellen, an dem sie den Kindern effektvoll zeigen könnten, warum sie im Auto unbedingt angeschnallt sein müssen.

Die Gruppen wurden wie üblich gebildet.

Alle Projektmöglichkeiten waren so ausgestellt, dass die Kinder lesen konnten, was in der entsprechenden Gruppe angeboten wird und für welche Altersstufe die Gruppe geeignet ist.

Die Kinder durften wählen, bei welcher Gruppe sie teilnehmen wollten. Sie wurden dabei auch von ihren Klassenlehrern beraten, welche Gruppe für sie sinnvoll wäre.

Den Fahrradparcours des ADAC konnten die Kinder während der gesamten Projektwoche nutzen. Ein entsprechender Zeitplan wurde für die Gruppen aufgestellt. Am Tag des Schulfestes konnte der Parcours in der Turnhalle gefahren werden, so dass auch die Kinder, die ihn aus irgendwelchen Gründen verpasst hatten, noch die Möglichkeit hatten, teilzunehmen.

Die Medaillen wurden im Rahmen des Schulfestes dann am Mittag überreicht.

Um die Nachhaltigkeit noch zu verbessern, beschlossen wir, an der Aktion „Kinder sammeln grüne Meilen für das Weltklima" – Kleine Klimaschützer unterwegs teilzunehmen.

Diese Aktion wurde für die erste Juniwoche festgelegt.

Eine grüne Meile ist ein Weg zur Schule, der zu Fuß, mit dem Rad, mit dem Roller oder mit dem Schulbus unternommen wird. Die grünen Meilen werden vom Klimabündnis erfasst und den Teilnehmern der UN – Klimakonferenz überreicht.

Einige Projektideen konnten nicht durchgeführt werden, da das Ordnungsamt entsprechende Aktionen nicht genehmigt.

Z.B. wurde uns nicht erlaubt, die Fahrbahn zu bemalen oder Schilder aufzustellen.

Die Gruppen arbeiteten immer am Vormittag in ihrer Zusammensetzung, aber auch am Nachmittag beschäftigten sich die Kinder zum Thema.

Dazu haben sich die Betreuer und die Lehrer schöne Aktionen ausgedacht.

Spielzeugauto – Wettrennen, Geschicklichkeitsparcours mit ferngesteuerten Autos, Film: Der Maulwurf in der Stadt, Autos bauen (nach Plan mit Metallbaukästen), Geschichten zum Thema vorlesen,……

In der Aula wurde der Plan von Scheidt aufgestellt. Er wurde mit Stecknadeln bestückt, die die Kinder in das Haus steckten, in dem sie wohnen. So konnte man leicht erkennen, dass viele Kinder Gruppen bilden können, in denen sie ihren Schulweg gemeinsam gehen können.

Beim Schulfest waren die Kinder stolz auf ihre Präsentationen und sangen mit Freude die Lieder von Rolf Zuckowski:

- Mein Weg zur Schule ist nicht schwer
- Heute bleibt das Auto steh’n

Leider mussten sie auch lernen, dass viele Erwachsene um Ausreden nicht verlegen sind, die sogar Kinder ihnen schon widerlegen können.

Erfolge der Woche:

Die Kinder achten auf Verkehrssicherheit.

Die Kinder sind kritisch gegenüber Scheinargumenten.

Die Kinder haben selbst den Wunsch zu Fuß zu gehen.

Die Kinder haben den Wunsch ihre Mobilität auch durch Roller- ,Inliner- und Fahrradfahren zu steigern.

Die Kinder erleben ihren Schulweg als Gruppenereignis.

Die Kinder sind sensibilisiert für Fragen des Klimaschutzes.

Die Kinder haben ihre Präsentationsfähigkeiten ausgebaut.

Die Kinder haben erlebt, dass sie selbst etwas zu Veränderungen beitragen können.

Die Kinder haben Vertrauen zu den Polizisten aufgebaut.

Die Kinder haben außerschulische Lernorte erlebt.

Die Kinder haben mit außerschulischen Partnern gelernt.

Die Kinder haben gelernt, dass sie ihre Sicherheit im Straßenverkehr sowohl als Fußgänger, als auch als Roller- und Radfahrer steigern können.

Die Kinder haben gelernt, für ihre eigene Sicherheit Verantwortung zu übernehmen.

Die Kinder haben gelernt, dass sie für ihre eigene Zukunft etwas tun können.

Die Kinder sammelten in der ersten Juniwoche 1316 grüne Meilen.

Das ist bei 134 Schülern ein großer Erfolg.

...Impressum...